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Jahreshauptversammlung am 21. Oktober

Zur jährlichen Mitgliederversammlung trifft sich die FWG Mommenheim am Freitag, 21. Oktober, um 19 Uhr im Weingut Georg Grimm in der Zwerchgasse 5. Themen werden neben den üblichen Regularien auch aktuelle Fragen der Ortspolitik und die Terminplanung für 2012 sein.

 


 

Kruschel, das zeitungsmonster der Allgemeinen Zeitung, ist nicht nur bei Kindern beliebt. Foto: Ulla Niemann

Monstermäßig gute Weinbergsrundfahrt

In den Weinbergeszeilen kann man so manches entdecken. Wer hat noch nicht von den „Uelwertritscher“ genannten Fabeltieren gehört, die sich in der Dämmerung dort antreffen lassen? Aber nicht nur sie, sondern auch Monster sind in den Weinbergen unterwegs. Am 21. August wurde in den Weinbergen zwischen Mommenheim und Nierstein, begleitet von 12 Traktoren und Wagen, ein grünes Monster gesichtet. Kruschel, das Zeitungsmonster der Allgemeinen Zeitung, ist dafür bekannt, dass er Kindern schwere Begriffe erklärt, gerne experimentiert und immer etwas erleben will. Und deshalb war er bei der Weinbergsrundfahrt der FWG Mommenheim dabei. Sehr aufregend für das kleine grüne Monster. Und bei der Weinbergsrundfahrt hat Kruschel nicht nur viele Kinder kennen gelernt, sondern auch viele Erwachsene. Bei denen ist Kruschel nämlich auch beliebt. Alle wollten ein Foto mit ihm machen. Nächstes Jahr will Kruschel auch wieder mitfahren und vielleicht darf er dann sogar ganz vorne auf dem Trecker sitzen.

Wieder mitmachen wollen auch die Gäste der Weinbergsrundfahrt, die es sich beim anschließenden Haxe-Essen auf dem Winzerhof Grimm schmecken ließen und zu der Musik von Mom3 noch tanzten und klatschten. Besonders beliebt war dabei die fetzige Variante der Band von „Schmittchen Schleicher“. 

Mom3 kurz vor ihrem Auftritt. Foto: Andreas Lerg


 

 

Endlich mobil! - Michelle hat ihr Auto

Die FWG freut sich, Michelle und ihrer Mutter die 700 Euro Gewinn der Weinbergsrundfahrt zu übergeben. Foto: Ulla Niemann

Da steht er. Leuchtend rot, groß und ganz neu. Dieser VW Caddy ist nicht irgendein Auto. Es ist Michelles Auto, ein Stück Freiheit und Selbstbestimmung für sie und ihre Familie. Jetzt kann Michelle, die an Spinaler Muskelatrophie erkrankt ist und deshalb mit Korsett im Rollstuhl sitzt, zusammen mit ihrer Mama Helga überall hinfahren. Und das Dank vieler Spenden, durch die das Fahrzeug finanziert wurde.

„Mit Umbau, alles in allem hat das Auto etwa 30.000 Euro gekostet“, kalkuliert Helga Roßbach. Etwa die Hälfte dieser Summe stammt aus Stiftungsgeldern, die andere Hälfte aus Spenden von Firmen, Vereinen und Privatpersonen.

Im Juni 2010 berichtete die Allgemeine Zeitung über das Bemühen der Familie, für Michelle ein geeignetes Fahrzeug zu bekommen. Der Verein „Mobil mit Behinderung e.V.“ hatte zu dem Zeitpunkt bereits ein Spendenkonto für Michelle eingerichtet. Auf den Verein war die Familie durch Recherche im Internet gekommen. „Der Verein hat uns geholfen, uns beraten, welche Belege wir brauchten. Arztbericht, Sozialbericht, Kostenvoranschlag“, erinnert sich die Mutter an die bürokratischen Hürden bis zur Einrichtung des Kontos. Und dieses Konto füllte sich nach dem Bericht in der Zeitung schnell. Die höchste (anonyme) private Spende bemaß sogar 1000 Euro.

Auch die FWG hatte den Bericht in der AZ gelesen und spontan entschieden, den Gewinn der jährlichen Weinbergsrundfahrt für dieses für Michelle so wichtige Projekt zu spenden. 700 Euro kamen zusammen. „Wir leben in einem kleinen Dorf, da muss das Soziale doch soweit funktionieren, dass man sich gegenseitig hilft, wenn Hilfe notwendig ist“, erklärt die Vorsitzende Sigrid Niemann. Bei der Weinbergsrundfahrt hatten 120 Personen teilgenommen.

Die 700 Euro werden nun in die noch fehlende Winterbereifung investiert.

Link zum Verein Mobil mit Behinderung.

Artikel in der Allgemeinen Zeitung vom 12.6.2010: "Freie Fahrt für Michelle"



In „Heimarbeit“ hatte Leander Knußmann (rechts im ersten Bild) die Brücke gefertigt, die nun per Kran und LKW zu ihrem Bestimmungsort gebracht wurde. Leander Knußmann, Sigrid Niemann und Norbert Schäfer (von links nach rechst) bei einer ersten Belastungsprobe des neuen „Brickelche“. Foto: Ulla Niemann

Brückenschlag über den Zornheimer Graben

„Es war einmal ein Brett“, so fängt die Geschichte zur neuen Brücke über den Zornheimer Graben an. Dieses Brett lag in Höhe des Vogelschutzbereichs über dem kleinen Bachlauf und wurde von Hundebesitzern und anderen Spaziergängern als Steg genutzt. Nur war dieses Brett, so unscheinbar es auch gewesen sein mag, ein Dorn im Auge der Unteren Wasserbehörde. Wieso? „Weil sich das Brett bei Hochwasser hätte lösen und die bachabwärts liegende Röhre hätte verstellen können“, weiß Leander Knußmann zu berichten. „Und dann war da noch die Verkehrssicherungspflicht“, erinnert sich die ehemalige Ortsbürgermeisterin Sigrid Niemann, zu deren Amtszeit das Brett entfernt wurde.
Seit dem vergangenen Wochenende können Spaziergänger, mit und ohne Hund, den Zornheimer Graben an gewohnter Stelle jedoch wieder trockenen Fußes und Pfoten überqueren, denn nun gibt es eine Brücke (genannt Brickelche).
Diese Brücke aus gut 500 Kilo Stahl wurde von einer Bürgerinitiative um Norbert Schäfer auf den Weg gebracht. Geplant und gebaut hat sie Metallbaumeister Leander Knußmann, der alleine über 40 Stunden Arbeit in den kleinen Koloss investiert hat. Die Statikberechnungen hat die Planungsgruppe Rheinhessen übernommen.
„Wir danken dem Landkreis, der unser Projekt mit knapp 2900 Euro über die Ehrenamtsförderung unterstützt hat, der Unteren Wasserbehörde für das zügige Genehmigungsverfahren, der Firma GFA aus Heidesheim fürs Bereitstellen der Werkzeuge und der Firma Schott für den Transport der Brücke “, sagt Norbert Schäfer sich den Schweiß von der Stirn wischend und zufrieden auf die nun platzierte Brücke schauend.
Die stählerne Brücke selbst hat zwei Laufstege: einen, der mit Riffelblech belegt ist, damit Hunde ihn nutzen können, und einen, bei dem man über Gitterrost schreitet. So kann bei Regen, das Wasser schneller ablaufen. Auf beiden Seiten der Brücke gibt es Geländer, ebenfalls eine Neuerung im Vergleich zum alten Brett.
Dass die Brücke überhaupt von der Ruländerstraße an den Zornheimer Graben gelangte, erforderte einigen Aufwand. Mit einem Kran-LKW der Firma Schott wurde die Brücke in Millimeter-Arbeit auf den LKW auf und wieder abgeladen. Norbert Schäfer und Leander Knußmann sorgten dann für die Arretierung.

 

 

 

 

 

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